Die Junge Union in Neuss betrachtet kritisch die aktuelle Berichterstattung zu der Diskussion um eine potentielle Verlegung der Aktivitäten im „Haus der Jugend“ auf der Niederstraße. „Wir sind eine Jugendorganisation und treten demnach selbstverständlich auch für die Belange der jungen Generation ein. Die Angebote die das „Haus der Jugend“ bietet, erachten wir als wichtig und notwendig und möchten, dass diese auch weiterhin erhalten bleiben“, so JU-Chefin Karolina Swiderski. Sicher muss die Stadt Neuss Geld sparen, sie muss jedoch dabei bedenken, dass es durchaus auch andere Haushaltsposten gibt, bei denen man einsparen kann. Ein Beispiel ist die Bezuschussung von Eintrittskarten des Rheinischen Landestheaters – eine geringfügige Anpassung hier würde sich nach Meinung der JU nicht auf die Besucherzahlen der wichtigen Kultureinrichtung auswirken.
Bei einer Konkretisierung von möglichen Plänen zur Verlegung der Angebote in das „Greyhound“ wird die JU kritisch sowohl die finanziellen Konsequenzen wie auch die tatsächlichen Konsequenzen für die betroffenen Jugendlichen prüfen. „Das „Haus der Jugend“ leistet auch Kulturarbeit – ein möglicher Wegfall der dortigen Möglichkeiten wäre nicht nur ein sozialer, sondern auch ein kultureller Verlust für die Stadt“, so JU-Geschäftsführer Sebastian Ley. Deshalb behält sich die Junge Union vor, detailliert zu betrachten, ob eine Zusammenlegung von Jugendeinrichtung tatsächlich ohne Wegfall von Angeboten möglich ist, und je nach Ergebnis sich auch gegen eine solche Zusammenlegung auszusprechen.
In diesem Zusammenhang fordert die Junge Union auch, dass die Haushaltspositionen für die interessierte Öffentlichkeit und auch die politischen Entscheidungsträger transparent dargestellt werden. Es muss erkennbar sein, welche Positionen pflichtige und damit nicht verhandelbare Aufgaben darstellen, welche freiwillig sind und damit als Alternativen zu Sparvorhaben im Jugendbereich herangezogen werden könnten.



